"Unsere Forschung könnte die heutigen Vorstellungen vom Aufbau der Materie sprengen."
Dr. Angela Papa, Myonen-Forscherin am PSI
"In der Forschung ist die Zusammenarbeit mit Ärzten fundamental."
Martina Bucciantonio, forscht am CERN zur Hadronentherapie
"Das Experiment ist der Schlüssel zum Verständnis der Welt."
Dr. Andreas Knecht, Myonen-Forscher am PSI
"Wir stellen die gleichen Grundfragen wie Philosophie und Theologie, antworten aber mit anderen Methoden."
Dr. Marc Gillioz, aus Sion, zur Zeit Postdoc an der Syddansk Universität/Dänemark
"Auch komplexe Physik ist einem breiten Publikum vermittelbar, wenn man sie entsprechend runterkocht."
Günther Dissertori, Physikprofessor ETH Zürich
“Wenn ich eine Gleichung sehe, sehe ich sofort das Teilchen, das diese Gleichung beschreibt."
Prof. Ruth Durrer, theoretische Physikerin Uni Genf
"Das am CERN gewonnene Wissen ist unverrückbar und wird ewig Bestand haben."
PD Dr. Hans Peter Beck, Physikdozent Universität Bern
"Unsere Forschungskultur bei hochspezialisierten Mikrochips führte zu drei Start-ups, deren Produkte weltweit gefragt sind."
Prof. Roland Horisberger, Leiter Hochenergiephysik PSI
"Unsere Forschung dürfte helfen, das Higgs-Teilchen adäquat zu beschreiben."
Marco Peruzzi, CHIPP-Preisträger 2014
"Unsere Messresultate helfen Forschern weltweit, bestimmte neue Teilchenmodelle auszuschliessen."
Dr. Stefan Ritt, Leiter Myonenphysik am PSI
"Wir wollen die Natur besser verstehen – das führt uns auf eine höhere Ebene der Existenz."
Tatsuya Nakada, Physikprofessor ETH Lausanne
"Als Physiker arbeite ich mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt und rund um den Globus zusammen."
Martin Fertl, Physiker am PSI und CHIPP-Preisträger 2013
„Ich habe die Chance genutzt, in die Privatwirtschaft zu gehen und praktische Physik zu machen.“
Jonas Knüsel, Physiker bei der SWAN Isotopen AG
"Das in der Teilchenphysik geschulte analytische Denken hilft gesellschaftliche Probleme, wie sie z.B. in der Medizin auftreten, strukturiert zu lösen."
Christoph Grab, Physikprofessor ETH Zürich
„Die Grundlagenforschung vermittelt eine Begeisterung, von der unsere Studenten und Studentinnen lange zehren.“
Olivier Schneider, Physikprofessor an der ETH Lausanne
„Wenn Sie im Flugzeug sitzen, dann vertrauen Sie der Physik.“
Laura Baudis, Physikprofessorin Universität Zürich
"Wenn ich die Natur verstehe, stehe ich staunend vor der Schöpfung."
Gilberto Colangelo, Physikprofessor Universität Bern
Aktuell

3 x 'Particle Fever' zum 200-Jahr-Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) ihr 200jähriges Bestehen. Aus dem Anlass zeigen wir im August und September in drei Schweizer Städten den Film 'Particle Fever' über die Entdeckung des Higgs-Teilchens am CERN. Beim Higgs-Boson handelt es sich um einen der spektakulärsten Funde naturwissenschaftlicher Forschung in den letzten Jahren.

Noch gibt der Aufbau der Materie der Wissenschaft viele Rätsel auf. Dabei hat die Physik in den letzten Hundert Jahren eine Vielzahl neuer Erkenntnisse über die Elementarteilchen und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte gewonnen. Das gut etablierte und durch unzählige Exerimente bestätigte Theoriemodell der modernen Physik geht davon aus, dass unsere Welt aus 25 elementaren Bausteinen besteht, die durch vier fundamentale Kräfte zueinander in Beziehung stehen. Dieses 'Standardmodell' der modernen Physik war in den 1970er Jahren erdacht worden und hat bis heute Bestand. Das Standardmodell ist die Basis für alle je gemessenen physikalischen Phänomene, ausser der Gravitation, und damit vielleicht die grösste intellektuelle Errungenschaft zum Verständnis der Welt.

Seine letzte, spektakuläre Bestätigung fand das Standardmodell am 4. Juli 2012. Damals gaben die Phyikerinnen und Physiker des Europäischen Labors für Teilchenphysik (CERN) in Meyrin bei Genf die Entdeckung des Higgs-Teilchens (Higgs-Boson) bekannt. Am grossen Teilchenbeschleuniger LHC am CERN hatten die Wissenschlafter das letzte Elementarteilchen des Standardmodells experimentell nachgewiesen und damit das Theoriegebäude eindrücklich bestätigt. Der Fund markierte auch das Ende einer jahrzehntelangen Suche. Das Higgs-Teilchen war nämlich bereits 1964 von einer Handvoll britischer, belgischer und amerikanischer Physiker – darunter Peter Higgs – vorhergesagt worden.

Aktuelle Fragen der LHC-Physiker

Mit dem Film 'Particle Fever' zeichnet der US-amerikanische Physiker und Filmemacher Mark Levinson nach, wie das Higgs-Teilchen am CERN gefunden wurde. Weit über zwanzig Jahre bauten Physiker, Techniker und Informatiker am CERN ein ausgeklügeltes Experiment auf. Dieses besteht aus einem grossen Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC), sowie zwei grossen Detektoren zur Auswertung von Teilchenkollisionen (ATLAS-Experiment, CMS-Experiment). Mit diesen Anlagen konnten die Wissenschaftler das überaus flüchtige Higgs-Teilchen im Sommer 2012 endlich nachweisen.

Der Film geht aber noch einen Schritt weiter, indem er Fragen aufgreift, die über das Standardmodell hinausweisen. Das sind genau jene Fragen, die die CERN-Physiker bei ihren weiteren Forschungen am LHC klären wollen. Die Voraussetzungen stehen gut, denn im Frühjahr 2015 nimmt der LHC nach einer Revisionspause seinen Betrieb erneut auf. In dieser zweiten Betriebsphase ('Run II') arbeiten die Physiker mit noch höheren Energien. Das weckt die Hoffnung auf neue Erkenntnisse, mit denen Theoriemodelle wie beispielsweise die Supersymmetrie experimentell bestätigt werden könnten.

'Particle Fever' in Luzern, Aarau und Sitten 

Aus Anlass des 200 Jahr-Jubiläums der Akademie der Naturwissenschaften zeigen wir den Dokumentarfilm 'Particle Fever' am Open Air Kino in Luzern und Aarau, gefolgt von einer weiteren Aufführung im Wallis:

 

Luzern

Sonntag, 9. August 2015, 21.15 Uhr, am Open Air Kino Luzern (das Kino befindet sich am See bei der Aula Alpenquai, erreichbar mit Bus Nr. 6, 7 und 8/Haltestelle Eisfeldstrasse)

'Particle Fever' wird in der deutschen Voice-over-Version gezeigt; Einführung durch den CERN-Physiker Hans Peter Beck (Uni Bern)

 

Aarau

Sonntag, 23. August 2015, 21.00 Uhr, am Aarauer Open Air Kino (das Kino befindet sich bei der Pferderennbahn Schachen Aarau)

'Particle Fever' wird in der deutschen Voice-over-Version gezeigt; Einführung durch die CERN-Physikerin Lea Caminada (Uni Zürich)

 

Sitten

Freitag, 25. September 2015, 19 Uhr, Aula des Lycée-Collège des Creusets, St-Guérin 34, Sitten (10 Minuten zum Fuss vom Bahnhof Sitten).

'Particle Fever' wird in französischer Version gezeigt. Im Anschluss an die Aufführung diskutieren der Theologe Jean-Blaise Fellay (Jesuit, Publizist/Fribourg), der Physiker Olivier Schneider (Teilchenphysik-Professor an der ETH Lausanne) und der Philosoph Michel Siggen (Sitten). Diskussionsleitunng : Elisabeth Chardon ('Le Temps')


 

Für die Open Air Kino-Aufführungen in Luzern und Aarau steht eine beschränkte Zahl von Gratistickets zur Verfügung (siehe Spalte rechts). Die Aufführung in Sitten ist kostenlos; alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen.

Aktuell

         

Mit etwas Glück gratis in den Film 'Particle Fever'

Für die Aufführungen des Films 'Particle Fever' am Open Air Kino Luzern (9. August 2015, 21.15 Uhr) und am Aarauer Open Air Kino (23. August 2015, 21.00 Uhr) verlosen wir je 10 Gratistickets. Wollen Sie Tickets gewinnen, beantworten Sie die Frage: Aus welchem Land stammt Peter Higgs? Das Lösungswort und die gewünschte Anzahl von Tickets schicken Sie bitte zusammen mit Ihrer Postadresse an: Benedikt Vogel (vogel@vogel-komm.ch). Einsendeschluss: 30. April 2015. Die Gewinner werden anschliessend benachrichtigt und erhalten ihre Tickets Mitte Juli 2015 per Post zugestellt.     

No one can stop me

Das Higgs ist entdeckt! Lea ist begeistert und will unbedingt mehr über das seltsame Teilchen erfahren. Ihren Freund Jonas dagegen lässt die Nachricht kalt. Er zieht lieber seine Runden - bis ihn dann doch die Neugierde packt.